Über den Tellerrand im Havelland

Datum/Zeit
10.09.2021 - 12.09.2021
Ganztägig

Veranstaltungsort
Bahnhof Paulinenaue

Kategorien

Ausstellung, Paulinenaue


Freitag:

17:00 Uhr Eröffnung Vernissage,
18:00 Uhr Vorstellung des Projekts, der Künstler*innen und der Situation für Geflüchtete auf den ägäischen Inseln von der Bügrer:inneninitiative „Lesbos Unterstützung Havelland“ mit anschließender Diskussion

Samstag:

12:00 Uhr Eröffnung
14:00-16:00 Kunst-Workshop für Kinder und Jugendliche zu Menschenrechten
18:00 Uhr Konzert (Band: https://www.facebook.com/beatsofafrica/)

Sonntag:

12:00 Uhr Eröffnung
14:00-16:00 Kunst-Workshop für Kinder und Jugendliche zu Menschenrechten
17:00 Uhr Ausstellungsende

Tage des Denkmals (11. & 12.9.21)

Ausstellung zur Geschichte des Bahnhofsgebäudes und
Sonntag: Führung um 11:00 Uhr und 14:00 Uhr

Veranstaltungsort: Bahnhof Paulinenaue


Geplant ist eine interaktive Ausstellung mit verschiedenen Werken, die von oder mit Menschen mit Fluchthintergrund erstellt wurden. Einen Teil der Ausstellung bilden Werke von Künstler*innen auf der Flucht im Lager Moria, die im offnen Atelier der NGO „The Hope Project Greece“ entstanden sind. Den zweiten Teil bilden Fotographien, die in einer Friesacker Gemeinschaftsunterkunft im Rahmen eines von der ortsansässigen Künstlerin Andrea Baumgartl organisierten Fotoprojekts mit einem Deutschkurs mit geflüchteten Menschen entstanden sind. Des weiteren werden Bilder des weltweit ausgestellten Fotoprojekts „Now You See Me Moria“ ausgestellt, um das öffentliche Bewusstsein der Situation vor Ort zu erhöhen. Durch die Verbindung der Ausstellungen – Lesbos und Friesack – soll der Fokus auf unsere gemeinsamen Werte, Rechte und Bedürfnisse gelegt werden. Auch soll so die Frage gestellt werden, wie wir gemeinsam unsere Gesellschaft leben und gestalten wollen.

Zu dem Fotoprojekt der Künstlerin Andrea Baumgartl:

Auch in Friesack und Region sind seit 2015 viele geflüchtete Menschen angekommen. Die Künstlerin Andrea Baumgartl unterstützt seit mehreren Jahren neu Angekommene in den Unterkünften beim Deutschlernen, was sie u.a. sensibilisierte für alles das, was neu ist im Leben der neu Angekommenen. So entstand ihr Buch „Deutsch lernen“ mit Fotografien von den selbsterstellten Namensschildern ihrer Schüler*innen. Das Buch sowie einzelne Werke sollen ebenfalls mit entsprechenden Informationen zu dem Projekt ausgestellt werden.

„Seit nun mehr als 2 Jahren helfe ich beim Deutschlernen in einem Übergangswohnheim für Geflüchtete. In diesem Zeitraum sind immer wieder neue Teilnehmer in unseren Kurs gekommen. Als einen der ersten Schritte bitten wir sie, ihren Namen auf ein kleines Schild zu schreiben, damit wir einander beim Namen rufen können. Viele unserer Teilnehmer sind mit den lateinischen Buchstaben noch nicht vertraut, wissen noch nicht: wie schreibt man ihren Namen eigentlich in unserer Schrift, wie geht Schreiben von links nach rechts. Die Namen auf diesen Schildern sind mit einer Unbeholfenheit geschrieben, welche mich rührt.
Für mich sind diese Namensschilder Ausdruck für alles, was neu ist im Leben dieser neu Angekommenen. Die Menschen, deren Namen hier versammelt sind, kommen aus unterschiedlichen Ländern: Afghanistan, Albanien, Eritrea, Irak, Kamerun, Kenia, Montenegro, Pakistan, Serbien, Somalia, Syrien, Tschad, Tschetschenien.“

Andrea Baumgartl, 2017.

 

Zu dem Fotoprojekt „Now You See Me Moria“:

Seit August 2020 sammeln und zeigen Amir, ein Afghane mit Fluchtgeschichte, und Noemi, eine niederländische Bildredakteurin, Fotos und Geschichten, die die gravierenden Lebensbedingungen im Lager Moria abbilden und so auf die verheerende humanitäre Notlage aufmerksam machen. Inzwischen haben sich noch Quetaba aus Syrien und Ali und Mustafa aus Afghanistan dem Fotoprojekt angeschlossen. Die Bilder sind auf dem Instagramkanal @now_you_see_me_moria sowie auf der Website https://nowyouseememoria.eu zu sehen. Das Projekt wurde vor allem gegründet, da Medienvertreter*innen in das neue Camp, das nach dem Großbrand in Moria im September 2020 errichtet wurde, nicht betreten dürfen und auch NGO Mitarbeiter*innen das Fotographieren im Camp untersagt wird. Das Projekt intendiert nicht nur, die verheerenden Umstände wieder ins öffentliche Bewusstsein zu bringen, sondern auch Politiker*innen und Mitbürger*innen mit den Ergebnissen europäischer Migrationspolitik zu konfrontieren,

COVID-INFOS:

Es gilt 3G: Geimpft, Genesen oder Getestet!

Vor Ort gelten die aktuelen Hygiene- und Abstandsregeln des Landes Brandenburg (siehe Info)

 

Mit freundlicher Unterstützung:

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