Datum/Zeit
24.10.2026
16:00 - 20:00
Veranstaltungsort
Garten
Kategorien
Forschung, Garten, WissenMan sieht nur mit dem Mikroskop gut. Ein Nachmittag und Abend über die Welt im Kleinen – und die großen Fragen, die daraus entstehen.
Einblicke in eine spannende Realität, die uns alle betrifft – und doch meist im Verborgenen liegt.
#Blick ins Leben.
#Zoom ins Leben.
Was passiert eigentlich in unserem Körper, wenn wir ganz genau hinschauen? Woraus bestehen unsere Zellen? Wie arbeiten Gene, Proteine und Zellstrukturen zusammen? Und wie kann man Dinge sichtbar machen, die eigentlich viel zu klein sind, um sie mit bloßem Auge zu erkennen?
Am Veranstaltungstag spricht René Buschow, ein Kind der Stadt, gemeinsam mit euch über seine Arbeit und nimmt euch mit in eine Welt, die wir normalerweise nicht sehen können. Heute arbeitet René am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin und beschäftigt sich dort mit den kleinen Strukturen und Prozessen, aus denen letztlich unser Leben entsteht.
Ab 16 Uhr gibt es in der Freiwilligen Feuerwehr Friesack einen Einblick in diese für die meisten von uns unsichtbare Welt. In einer Präsentation und einem hoffentlich möglichst lebhaften Gespräch nähern wir uns zunächst den kleinsten autonomen Bausteinen unseres Körpers: den Zellen.
Wir schauen uns an, was eigentlich hinter Begriffen wie DNA, Gen, RNA und Protein steckt und sprechen über das sogenannte zentrale Dogma der Molekularbiologie – also darüber, wie biologische Information innerhalb einer Zelle weitergegeben und umgesetzt wird.
Aber es bleibt nicht bei der Theorie. Wir schauen darauf, wie moderne Grundlagenforschung überhaupt arbeitet: Wie kann man einzelne Zellen in einem Gewebe unterscheiden? Wie lassen sich Gene, Proteine und Zellstrukturen messen? Was kann man mit moderner Mikroskopie sichtbar machen? Und wie sieht es aus, wenn man versucht, aus Millionen winziger Informationen eine biologische Antwort zu gewinnen?
Aus dem Blickwinkel der Zellbiologie und Genetik, anhand von Bildern, Videos und Daten aus geht es um, Stammzellen, Entwicklungsprozesse, Zellorganisation und Krankheitsforschung – und um die Frage, wie neue Zell- und Gewebemodelle helfen können, biologische Prozesse zu verstehen. Vielleicht wird dabei auch deutlich, dass Grundlagenforschung häufig ganz anders funktioniert, als man sich das vorstellt. Sie beginnt nicht unbedingt mit der großen Frage „Wie heilen wir Krankheit X?“, sondern oft mit sehr kleinen, manchmal erstaunlich konkreten Fragen: Wo befindet sich etwas? Wie verändert es sich? Welche Zellen unterscheiden sich voneinander? Was passiert, wenn sich eine Struktur verändert? Und woran können wir das überhaupt erkennen?
Nach Vortrag und Diskussion ist aber noch lange nicht Schluss.
Gegen 18:30 Uhr wechseln wir den Ort und treffen uns bei Land in Sicht. Dort lassen wir den wissenschaftlichen Teil des Abends etwas entspannter ausklingen – mit kleinen Häppchen, einem Kaltgetränk, Gesprächen und natürlich weiteren Bildern und Videos.
Auf einer Videoleinwand läuft eine Auswahl von mikroskopischen Videos direkt aus dem Forschungsalltag. Dinge, die normalerweise nur durch das Okular oder auf den Monitoren eines Forschungslabors zu sehen sind, werden an diesem Abend groß auf die Leinwand gebracht.
Und vielleicht ergibt sich daraus nebenbei auch die eine oder andere philosophische Frage: Was macht eigentlich eine Zelle zu einer lebenden Einheit? Wie viel Ordnung steckt im scheinbaren Chaos unseres Körpers? Und wie viel können wir überhaupt verstehen, wenn wir immer weiter hineinzoomen?
Am 24.10.2026
16:00 Uhr Vortrag in der Freiwilligen Feuerwehr.
18:30 Uhr Videoabend bei Land in Sicht mit Kaltgetränken, Tee und Häppchen.
Gegen 20 Uhr Ende.
Ein Nachmittag und Abend zwischen Kleinstadt, Grundlagenforschung, Mikroskopie, Diskussion und einem Blick auf die Welt, die direkt vor unserer Nase liegt – obwohl wir sie normalerweise nicht sehen können.







